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5 sustainable fabrics worth choosing

5 sustainable fabrics worth choosing

Wenn Neukaufen unvermeidlich ist, kommt es auf das Material an. Diese fünf nachhaltigen Stoffe halten länger, leisten mehr und belasten die Umwelt weniger.

Das nachhaltigste Material ist das, das sich bereits in Ihrer Kleidung befindet.

Zunächst ein Wort zum Secondhand-Kauf. Eine schwedische Studie hat ergeben, dass die CO2-Emissionen einer einzigen neuen Jeans denen von 197 gebrauchten Exemplaren entsprechen. Ein neuer Wintermantel hat denselben ökologischen Fußabdruck wie 394 Secondhand-Alternativen. Secondhand ist kein Kompromiss. Es ist schlicht und einfach die nachhaltigste Wahl in Sachen Kleidung.

Es gibt jedoch Momente, in denen der Secondhand-Markt tatsächlich nicht weiterhelfen kann. Dann ist das Nächstbeste, was Sie tun können, eine bewusste Wahl zu treffen. Die folgenden Stoffe sind ein guter Ausgangspunkt.

Leinen

Leinen wird aus Flachs hergestellt, einer Pflanze, die in kühlen, feuchten Klimazonen ohne den Einsatz von Pestiziden oder aufwendiger Bewässerung gedeiht. Ein Vergleich mit konventioneller Baumwolle zeigt den Unterschied deutlich: Baumwolle gehört zu den wasserintensivsten und chemieabhängigsten Nutzpflanzen der Landwirtschaft, angebaut in warmen Regionen, weit entfernt von dem Ort, an dem das fertige Kleidungsstück schließlich getragen wird.

Leinen ist auch praktisch. Es ist von Natur aus staubresistent, was es zu einer guten Wahl für Allergiker macht. Richtig gepflegt, wird ein Leinenstück mit der Zeit weicher und setzt sich. Es nutzt sich nicht so sehr ab, wie es in sich selbst hineinwächst.

Lyocell (Tencel)

Lyocell-Stoff, weithin unter dem Markennamen Tencel bekannt, wird durch die chemische Verarbeitung von Holzzellstoff hergestellt. Was ihn von ähnlichen cellulosebasierten Materialien wie Viskose und Rayon unterscheidet, ist der geschlossene Produktionskreislauf: Die Lösungsmittel werden aufgefangen und wiederverwendet, und der Gesamtenergiebedarf ist geringer.

Das Ergebnis ist ein Stoff, der sich ähnlich wie Seide anfühlt und seine Form über die Zeit behält. Das macht ihn zu einer sinnvollen Wahl, wenn man sonst zu Polyester oder Nylon greifen würde. Lyocell- und Tencel-Stoffe gehören zu den zuverlässigeren umweltfreundlichen Materialien für den Alltag.

Seide

Seide wird aus den Kokons von Seidenraupenlarven gewonnen. Im Prozess sind keine Pestizide erforderlich, allerdings verwenden manche Hersteller chemische Düngemittel. Es lohnt sich also, die Herkunft zu prüfen, wenn das möglich ist.

Was Seide aus Nachhaltigkeitssicht interessant macht, ist ihre Langlebigkeit. Ein gut gepflegtes Seidenkleidungsstück muss nicht Saison für Saison ersetzt werden. Sanft waschen, sorgfältig aufbewahren, und es hält Jahrzehnte. Vielleicht länger.

Econyl (und andere recycelte Synthetikfasern)

Econyl ist Nylon aus wiedergewonnenem Plastikmüll: Fischernetze, industrielle Verschnittreste, Stoffreste, die sonst auf der Mülldeponie landen würden. Im Vergleich zu anderen recycelten Stoffen ist es eine deutliche Verbesserung gegenüber Primärsynthetik, die auf fossilen Brennstoffen basiert und in der Produktion erhebliche chemische Abfälle erzeugt.

Es gibt eine echte Einschränkung. Wie alle synthetischen Materialien setzt Econyl beim Waschen Mikroplastik frei. Diese Partikel sind klein genug, um die meisten Kläranlagen zu passieren und gelangen so in Gewässer. Aus diesem Grund eignet sich Econyl am besten für Kleidungsstücke, die selten gewaschen werden.

Hemp

Hemp wächst in kühlen, feuchten Klimazonen, ganz ohne Pestizide oder chemische Düngemittel. In Textur und Fall dem Leinen ähnlich, ergibt es einen strapazierfähigen, umweltfreundlichen Stoff, der mit dem Tragen weicher wird. Hemp lässt sich auch natürlich mit Bio-Baumwolle kombinieren, was Herstellern ermöglicht, Gewicht, Griffigkeit und Atmungsaktivität je nach Endprodukt gezielt anzupassen.

Vertrauenswürdige Siegel erkennen

Zertifizierungen sind eines der klarsten Signale, die eine Marke setzen kann. GOTS (Global Organic Textile Standard) ist im Bereich nachhaltiger Textilien besonders bedeutsam: Das Siegel deckt die gesamte Produktionskette ab, von der Rohfaser bis zum fertigen Stoff. Das Fairtrade-Siegel sagt etwas anderes aus, aber gleichermaßen Wichtiges: dass die Menschen, die die Faser angebaut und verarbeitet haben, fair behandelt und entlohnt wurden.

Keines dieser Siegel zeigt das vollständige Bild, aber beide werden unabhängig überprüft. Das ist entscheidend, denn nicht jede Nachhaltigkeitsaussage wird wirklich kontrolliert. Wenn Sie ein unbekanntes Siegel sehen, lohnt sich ein kurzer Blick: Wer vergibt es, und wer überprüft es?